Die EU-Kommission hat ein „Working Document“ veröffentlicht, welches Probenahmen für Einfuhren bestimmter Produktherkunftskombinationen vorsieht und die Leitlinien ersetzt, die in 2021 für Importe aus den Ländern Ukraine, Kasachstan, Russland, Moldawien, China, Türkei und Indien gültig waren. Das Working Document bezieht sich auf den Zeitraum 1.7.2022 bis 31.12.2022 und sieht für einzelne Produkte und Herkünfte (Einzelaufstellung siehe Anlage DG AGRI working document) prozentual festgelegte Probenahmen mit anschließender Analyse vor. Das Working Document selbst hat keinen rechtsverbindlichen Charakter, wird jedoch von den Bundesländern in unterschiedlicher Form für verbindlich erklärt.

Zuständig für die Umsetzung sind die zuständigen Landesbehörden am Ort der Einfuhr in die Europäische Union. Die Warenuntersuchungen sollen vor der Verzollung durchgeführt werden. Es werden also zukünftig nicht mehr die Kontrollstellen nach der Verzollung beim Erstempfänger beproben.

Wenn Sie als Importeur aus einem der genannten Länder Bio-Erzeugnisse der einzeln genannten CN-Codes einführen möchten, dann sprechen Sie sich bitte rechtzeitig mit der zuständigen Landesbehörde ab.

Liste der zuständigen Landesbehörden